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Minister Jost zum Facebook-Skandal: Besser in Nutzerfreundlichkeit statt in PR-Maßnahmen investieren

(SMM) Über Facebook konnte eine Datenanalyse-Firma die Daten von Millionen Facebook-Nutzern abgreifen und für politische Zwecke missbrauchen. Zu diesem eklatanten Verstoß gegen Verbraucherrecht und Datenschutz erklärt Verbraucherschutzminister Reinhold Jost: „Statt in teure Werbekampagnen sollte Facebook besser in Nutzerfreundlichkeit investieren – auch im eigenen Interesse. Das neue Datenschutzgesetz, das am 25. Mai in Kraft tritt, macht hierzu klare Vorgaben: Zweckbindung und Datenminimierung sind dabei das oberste Gebot.“

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Nach dem Grundsatz der Zweckbindung dürfen Daten nur zu dem Zweck verarbeitet werden, zu dem sie mit dem Einverständnis des Internetnutzers erhoben wurden.
 
Jost: „Wenn sich die Unternehmen im Umgang mit Nutzerdaten als unzuverlässig erweisen, wird der Staat Kontrollen verschärfen und Sanktionen ergreifen müssen.“

 

Der Minister kündigte an, das Problem auf der Verbraucherschutzministerkonferenz am 15. Juni in Saarbrücken zu thematisieren. Dort soll das Bundesministerium (BMJV) berichten, wie künftig die Algorithmen der Online-Dienste auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüft werden können. Das Bundeskartellamt wäre für solche Aufgaben beispielsweise geeignet.
 
Algorithmen entscheiden vermehrt darüber, welche Informationen und Angebote Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet erhalten. Dadurch nehmen Algorithmen entscheidenden Einfluss auf die Lebensgestaltung und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher.
 
Darüber hinaus will Minister Jost auch die Kompetenzen der Verbraucher im Umgang mit digitalen Medien stärken. Am 11. September wird das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz daher ein Fachgespräch zum Thema „Medienkompetenz in Zeiten von Algorithmen“ ausrichten.

Quelle: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im Saarland

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